Die Jahre 1945-1949
Neubeginn und Wiederaufbau in den Jahren 1945 bis 1949
Nach der Kapitulation wurde Deutschland in Besatzungszonen aufgeteilt. Dies wirkte sich auch auf den deutschen Sport aus. Im Herbst 1945 wurde eine sportliche Betätigung seitens der örtlichen Vertreter der Militärregierung zunächst in kleinen Gebietsabschnitten erlaubt. Die Besatzungsmächte waren nicht willens, die Turn- und Sportvereine in ihrer alten Form aufleben zu lassen. So auch in Ratingen.
Die Stadtverwaltung erhielt den Auftrag, eine Ortssportgemeinschaft Ratingen zu bilden, um dadurch eine bessere Kontrolle ausüben zu können. Der von der Stadtverwaltung ausgesprochenen Einladung an die Mitglieder der früheren Vereine zu einer Besprechung im Gymnasium folgten aber nur die Vertreter der Ratinger Spielvereinigung 04, des SV Germania Eckamp und des Turnverein Ratingen 1865. Alle anderen Vereine fehlten. Als Vertreter unseres Vereins widersprachen Fritz Graf, Bruno Wassenberg und Hans Danscher dem von der Stadtverwaltung vorgetragenen Plan. Unter Hinweis auf die 80-jährige Vereinstradition wurde der Wunsch geäußert, dem Turnverein Ratingen seine frühere Eigenständigkeit zu belassen. Da hierzu die Zustimmung versagt wurde, entschloß man sich, zunächst abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln würden.
Im Oktober 1945 erhielt der Verein über die Stadtverwaltung das "Permit" der britischen Besatzungsmacht nach dem Gesetz Nr. 21 der Militärregierung, womit dem Verein die Wiederaufnahme des Übungsbetriebes gestattet und das Versammlungsrecht gegeben wurde.
Am 3. November 1945 fand im Rheinischen Hof, Oberstraße, die erste Mitgliederversammlung statt, an der 47 Mitglieder teilnahmen. Die Versammlung wählte Hans Danscher zum 1. Vorsitzenden.
Die Jahre 1946 bis 1949 dienten dem Wiederaufbau der Abteilungen.
Im Jahre 1949 nahm der Verein das Tischtennisspiel als neues Übungsgebiet auf.